http://www.spektrum.de/kolumne/was-waer ... en/1498061Vince Ebert extrapoliert
Was wäre, wenn selbst Wissenschaftler gar nicht so skeptisch wären?
Unsere Überzeugungen über Bord zu werfen, fällt uns allen schwer. Und für Wissenschaftler steht manchmal die Forschung eines ganzen Lebens dabei auf dem Spiel.
(...)
Die Psychologie bezeichnet dieses Verhalten als kognitive Dissonanz. Je mehr Energie, Geld, Aufwand oder Schmerzen wir in eine Sache gesteckt haben, desto schwerer fällt es uns einzugestehen, dass wir uns geirrt haben könnten. Keiner steht eben gerne als Volltrottel da, der sein gesamtes Leben für eine idiotische Schnapsidee gegen die Wand gefahren hat.
Genau deswegen halten wir mit voller Überzeugung an Dingen fest, die von außen betrachtet oftmals ziemlich schräg sind. Waaas? Du hast allen Ernstes 20 000 Euro für eine Ausbildung zum Forellen-Flüsterer ausgegeben? Wiiiee? Zehn Jahre mit diesem Arschloch, und du bringst es nicht fertig, dich zu trennen? Häää? 300 Milliarden Euro Hilfsgelder, und Athen ist immer noch pleite?
(...)
Kognitive Dissonanz
Kognitive Dissonanz
Das erklärt vielee Fehlleistungen in der Wissenschaft, aber noch viel mehr politischen Unfug in der gesamten Geschichte der ganzen Welt:
Der Stuttgarter OB Rommel:
Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
Re: Kognitive Dissonanz
Wenn da nicht was dran wäre, könnte ich sogar darüber lachen.AlexRE hat geschrieben:Das erklärt vielee Fehlleistungen in der Wissenschaft, aber noch viel mehr politischen Unfug in der gesamten Geschichte der ganzen Welt:
http://www.spektrum.de/kolumne/was-waer ... en/1498061Vince Ebert extrapoliert
Was wäre, wenn selbst Wissenschaftler gar nicht so skeptisch wären?
Unsere Überzeugungen über Bord zu werfen, fällt uns allen schwer. Und für Wissenschaftler steht manchmal die Forschung eines ganzen Lebens dabei auf dem Spiel.
(...)
Die Psychologie bezeichnet dieses Verhalten als kognitive Dissonanz. Je mehr Energie, Geld, Aufwand oder Schmerzen wir in eine Sache gesteckt haben, desto schwerer fällt es uns einzugestehen, dass wir uns geirrt haben könnten. Keiner steht eben gerne als Volltrottel da, der sein gesamtes Leben für eine idiotische Schnapsidee gegen die Wand gefahren hat.
Genau deswegen halten wir mit voller Überzeugung an Dingen fest, die von außen betrachtet oftmals ziemlich schräg sind. Waaas? Du hast allen Ernstes 20 000 Euro für eine Ausbildung zum Forellen-Flüsterer ausgegeben? Wiiiee? Zehn Jahre mit diesem Arschloch, und du bringst es nicht fertig, dich zu trennen? Häää? 300 Milliarden Euro Hilfsgelder, und Athen ist immer noch pleite?
(...)
Viele Leute würden bereitwillig zugeben, dass sie sich langweilen; aber kaum einer würde zugeben, dass er langweilig ist.
Erich Fromm
Erich Fromm
Re: Kognitive Dissonanz
Da ist wirklich was dran. Der Text ist trotz der humorvollen Gestaltung sehr ernst gemeint. 
Der Stuttgarter OB Rommel:
Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.
Ich trete überall, wo das notwendig ist, der Meinung entgegen, der Umstand, dass die Diktatur zu allem fähig war, berechtige dazu, die Demokratie zu allem unfähig zu machen.