Gemeinsame Luftangriffe auf Syrien

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Uel
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Re: Gemeinsame Luftangriffe auf Syrien

Beitrag von Uel »

Nein. So einfach ist es heute nicht mehr irgendetwas zu verstecken. Es gibt zu viele "neutrale" Beobachter und Organisationen in Syrien. Hätte es auch nur ein unbeteiligtes Opfer gegeben wäre das längst an der Öffentlichkeit und hätte zu Proteststürmen geführt. Gerade die Russen hätten das sofort zu Propagandazwecken genutzt. Man kann also guten Gewissens davon ausgehen, dass es keinen Kollateralschaden gegeben hat.


Ich fürchte es ist einfacher als wir denken: Der "neutrale" Beobachter ist eine aussterbende Gattung. Ich erinnere nur daran, wie der großartige Peter Scholl-Latour, ein Reporter in Reinkultur und Arabienkenner, von den öffentlich-rechtlichen Mediengrößen herablassend behandelt wurde, und es ist inzwischen bestimmt nicht besser geworden. Die meisten Ideologie-Krieger können sich doch Neutralität garnicht mehr vorstellen. Daher werden die Wort-Detektoren auch immer mehr, die nach Schlüsselworten gieren, um die dann als "eindeutigen" Nachweis der Ideologie-Zugehörigkeit zu missbrauchen.
Liebe Grüße
von Uel

Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke: --- Kein Plan übersteht den ersten Feindkontakt --- (gefunden bei Vince Ebert) Mein Zusatz: ... der Feind kann auch Realität heißen!
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Excubitor
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Re: Gemeinsame Luftangriffe auf Syrien

Beitrag von Excubitor »

Uel hat geschrieben:
Nein. So einfach ist es heute nicht mehr irgendetwas zu verstecken. Es gibt zu viele "neutrale" Beobachter und Organisationen in Syrien. Hätte es auch nur ein unbeteiligtes Opfer gegeben wäre das längst an der Öffentlichkeit und hätte zu Proteststürmen geführt. Gerade die Russen hätten das sofort zu Propagandazwecken genutzt. Man kann also guten Gewissens davon ausgehen, dass es keinen Kollateralschaden gegeben hat.


Ich fürchte es ist einfacher als wir denken: Der "neutrale" Beobachter ist eine aussterbende Gattung. Ich erinnere nur daran, wie der großartige Peter Scholl-Latour, ein Reporter in Reinkultur und Arabienkenner, von den öffentlich-rechtlichen Mediengrößen herablassend behandelt wurde, und es ist inzwischen bestimmt nicht besser geworden. Die meisten Ideologie-Krieger können sich doch Neutralität garnicht mehr vorstellen. Daher werden die Wort-Detektoren auch immer mehr, die nach Schlüsselworten gieren, um die dann als "eindeutigen" Nachweis der Ideologie-Zugehörigkeit zu missbrauchen.
Gemeint sind schon mal nicht Reporter, weil die definitiv nicht unabhängig sind, sondern beispielsweise die Teilnehmer eigenständiger Hilfsorganisationen ohne politische Interessen.
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© TU Graz

Solidarität mit den Menschen in der Ukraine
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